Mobiler Nutzer ist nicht gleich mobiler Nutzer – einige Kennzahlen über die unterschiedlichen Nutzergruppen

Die Bedingungen für mobile Nutzer hängen zum einen von der Auflösung des Geräts, zum anderen von der aktuellen Nutzungsart, im heimischen WLAN, oder unterwegs, ab.

Aktuelle Kennzahlen zeigen, dass die meistgenutzte Auflösung bei 320 * 640 Pixel (Android Smartphones) liegt. Aber, Highend-Smartphones, wie beispielsweise das aktuelle Galaxy S8 bieten bei einem 5,8 Zoll Bildschirm eine Auflösung von 1440 * 2960 Pixel.

Mit der Entwicklung des Retina Displays durch Apple ist eine weitere Grunderkenntnis der Entwickler ins Wanken geraten. Früher war ein Pixel ein Pixel, sprich, je höher die Auflösung, desto größer der Bildschirm. Die Zeiten sind nun mal vorbei. Das Apple iphone S7 plus beispielsweise bietet eine Auflösung von 1080 * 1920 Pixeln bei einem Bildschirm von 5,5 Zoll, sprich, die Auflösung pro Zoll ist weitaus höher, als bei einfachen Smartphones und Bilder und Videos entsprechend scharf.

Als wäre das für den geschundenen Webdesigner nicht schon kompliziert genug,  muss dieser sich auch noch auf einen anderen wesentlichen Faktor einstellen. Zwar liefern seine Statistiken schon recht genaue Informationen darüber, mit welcher Auflösung seine Besucher unterwegs sind. Aber er weiß immer noch nicht, ob der Smartphonenutzer gerade im schnellen heimischen WLAN oder in einer überladenen Mobilfunkzelle surft. Und das macht einen gewaltigen Unterschied. Warum?

  • Zum einen sind die Inklusivvolumina von Smartphoneflatrates trotz des Namens begrenzt, wird ein bestimmtes Kontingent überschritten, drosselt der Mobilfunkprovider gnadenlos die Surfgeschwindigkeit.
  • Aber auch in Phasen ohne Überschreitung des Inklusivvolumens kann der Nutzer keineswegs damit rechnen, mit voller Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Er teilt sich immer das Volumen innerhalb seiner aktuellen Mobilfunkzelle mit anderen Usern, die in der gleichen Mobilfunkzelle unterwegs sind. Sie glauben mir nicht? Dann begleiten Sie mich doch mal ins Frankfurter Waldstadion, wenn mein Lieblingsverein spielt und versuchen währen des Spiels auf irgendeine Website zuzugreifen. Aus www wird ganz schnell, nw, also nix wirds. (PS.: Den Test können Sie natürlich auch in jedem anderen Bundesligastadion reproduzieren.)

Halten wir also fest:

Der mobile Nutzer ist ein im Kern für den Webdesigner
unbekanntes Wesen.

Dem sollte ein Entwickler Rechnung tragen, heute mehr denn früher. Die gute Nachricht lautet: Weder Webdesigner, noch Entwickler, noch Anwender müssen hilflos kapitulieren. „Mobile friendly“ bietet Lösungen, vielleicht nicht immer die perfekten, aber machbare an. Dabei ist „mobile friendly“ nicht einmal neu, der Ansatz fasst lediglich längst bekannte Techniken unter einem schlüssigen Begriff zusammen.

Was haben nun die Laptop und Desktop-Nutzer vom „mobile friendly“ Ansatz? Ganz einfach, auch für sie wird das Surferlebnis verbessert.

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